Diversität und Teilhabe

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über hilfreiche Links, Unterstützungsangebote und Förderprogramme, die sich den Themen Diversität und Teilhabe im Kulturbetrieb widmen. Bitte beachten Sie, dass wir diese Liste fortlaufend ergänzen und sie keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

 

 

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Eine Party für alle - Das kubia-Vorgehensmodell Barrierefreiheit

Das Kompetenzzentrum für kulturelle Bildung im Alter und inklusive Kultur (kubia) hat ganz aktuell sein Vorgehensmodell Barrierefreiheit veröffentlicht. Kubia beschreibt das Modell als "ein Instrument für Kultureinrichtungen und Kulturprojekte, um Maßnahmen zur Barrierefreiheit schrittweise und strukturiert zu entwickeln, zu planen und umzusetzen." Im Mittelpunkt dieses Instruments steht die Perspektive von Menschen mit Behinderung - seien das Zuschauer*innen, Künstler*innen auf der Bühne, oder Mitarbeiter*innen des jeweiligen Hauses. Das Modell ist bewusst so gestaltet, dass es für alle Kultursparten Anwendung finden kann.

Auf Grundlage dieses Vorgehensmodells bietet kubia 2024 eine neue Online-Veranstaltungsreihe zum Thema Barrierefreiheit in Kunst und Kultur an. Fünf Termine rücken jeweils eine der fünf im Modell thematisierten Kategorien in den Fokus: Bewegen, Hören, Sehen, Empfinden und Verstehen. Die Veranstaltungen sind kostenlos; es wird allerdings um Anmeldung gebeten. Sie finden weitere Infos und das Vorgehensmodell zum Download hier.

 

Wegweiser Barrierefreiheit

Diese Broschüre der Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben NRW hat zum Ziel, "unsere Lebenswelten so barrierefrei wie möglich zu gestalten. Denn die Barrierefreiheit unserer Umwelt, unserer Kommunikation, unserer Organisationsstrukturen und unserer Alltagswelten ist eine zentrale Bedingung dafür, dass alle Menschen gleichberechtigt und selbstbestimmt in unserer Gesellschaft zusammenleben können." (Auszug aus dem Vorwort.) Der Wegweiser umfasst Kapitel bspw. zu barrierefreier Umgebung und Kommunikation und liefert u.a. für den Kulturbereich konkrete Denkanstöße für Barrierefreiheit und Teilhabe für alle.

 

Diversitätskompass

Eine Publikation der Kulturstiftung des Bundes, die die Erfahrungen aus dem 360°-Programm bündelt. Neben Erfahrungsberichten aus teilnehmenden Häusern werden konkrete "Maßnahmen zur diversitätsorientierten Öffnung in Kultureinrichtungen" vorgestellt.

 

Handbuch Inklusive und barrierefreie Kulturarbeit

Mit dem Handbuch möchte die Servicestelle Inklusion im Kulturbereich des Landesverbands Soziokultur Sachsen Kulturakteur*innen aller Sparten ein praxisorientiertes Werkzeug an die Hand geben, das ihnen hilft, Schritt für Schritt inklusiver zu arbeiten.

 

Praxishilfen für Kulturbetriebe

Sammlung an Informationen und weiterführenden Links rund um das Thema Barrierefreiheit, zusammengestellt von der Bundesfachstelle Barrierefreiheit. Aufgeführt sind bspw. gesetzliche Vorgaben und ausgewählte Fördermöglichkeiten.

 

I love museums but they don't love me. Age and Disability Arts Access Info Sheet

Ein gemeinsamer Leitfaden von Age & Opportunity und Arts & Disability Ireland, der Wünsche und Bedarfe älterer Menschen sowie von Menschen mit Behinderung auflistet und Einrichtungen aus Kunst und Kultur somit helfen möchte, diese Zielgruppen erfolgreicher anzusprechen. (Hinweis: Das Factsheet ist ursprünglich mit und für Kultureinrichtungen in Irland entwickelt und daher in englischer Sprache verfasst.)

 

Do-It-Yourself-Workshop: Ressourcen solidarisch einsetzen

Diversity Arts Culture hat einen Workshop für Gruppen entwickelt, die sich gemeinsam mit Antidiskriminierung im eigenen Arbeitskontext im Kulturbereich auseinandersetzen wollen. Die behandelten Themenfelder umfassen die persönliche Haltung der Teilnehmer*innen zu Antidiskriminierung, die Strukturen im Arbeitskontext, das jeweilige Programm und das Publikum (Outreach, Vermittlung).

 

Dritte Orte. Begegnungsräume in der altersfreundlichen Stadt

Diese gemeinsame Publikation der Körber Stiftung und des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung beschäftigt sich ausführlich mit dem Konzept der "Dritten Orte" und deren Bedeutung für die Stadtgesellschaft, insbesondere für ältere, alleinlebende Menschen. Ebenfalls vorgestellt werden Praxisbeispiele für bereits bestehende Dritte Orte. Sie finden die Publikation hier zum Download.

 

Connecting generations: planning and implementing interventions for intergenerational contact

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt einen Leitfaden mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Verfügung als Hilfestellung für all diejenigen, die Altersdiskriminierung bekämpfen und stattdessen Praktiken zum Aufbau von generationenübergreifendem Verständnis und Respekt einsetzen möchten. Sie finden den englischsprachigen Leitfaden sowie weitere Dokumente zum Thema hier.

 

Kultur:Wandel – Impulse für eine zukunftsweisende Kulturpraxis

Wie sieht eine gerechte Kulturpolitik im 21. Jahrhundert aus? Wie kann die kulturelle Infrastruktur zukunftsfähig gehalten und generationen- und gendergerecht erweitert werden? Oder anders: Wie können staatliche und nicht-staatliche Akteur*innen eine Cultural Governance entlang sich verändernder Bedürfnisse entwickeln? Diese Fragen diskutieren die Beiträger*innen des Bandes und entwerfen Handlungsweisen und Transformationsmöglichkeiten für ein neues Kulturverständnis. Sie können die Publikation hier als kostenpflichtige Printausgabe bestellen oder kostenfrei als PDF herunterladen.

 

Repräsentation, Leerstellen, Ausschlüsse. Über diversitätssensibles Arbeiten an Theatern

Publikation des Modellprojekts FAIRSTAGE. FAIRSTAGE ist eine gemeinsame Initiative von Diversity Arts Culture, ensemble-netzwerk und LAFT Berlin, gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Publikation können Sie hier herunterladen.

 

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Online-Kurs: Inklusive und barrierefreie Kommunikation

Kostenfreier Video-Kurs, der Möglichkeiten der barrierefreien und inklusiven Kommunikation, sowohl offline wie online behandelt. Schwerpunkte: Verschiedene Arten von Behinderung kennen und beachten; inklusive (Bild-)Sprache entwickeln; Disability Mainstreaming gestalten. Nähere Infos und den Zugang zum Kurs finden Sie hier.

 

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VERNETZUNG

 

Inklusives Netzwerk Kultur

Das Inklusive Netzwerk Kultur (vormals „Netzwerk nichtbehinderter und behinderter Tanz- und Theaterschaffender“) hat sich zum Ziel gesetzt, "Barrieren abzubauen und Künstler*innen und Kulturakteur*innen mit Behinderung in der Kulturszene zu einer alltäglichen Erscheinung zu machen. Zudem soll die Arbeit im Netzwerk die (kultur-)politische und gesellschaftliche Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderung in Kunst und Kultur verbessern." (Über uns)

Im Rahmen von regelmäßigen Treffen werden schwerpunktmäßig verschiedene Fragestellungen thematisiert, bspw. Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen im Kulturbereich.

 

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FÖRDERPROGRAMME

 

Digitale Teilhabe für alle - Förderaktion der Aktion Mensch

Diese Förderung zielt auf eine verbesserte digitale Teilhabe für Menschen mit Behinderung, Kinder und Jugendliche, sowie Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten. Gefördert werden können bspw. Kosten für den Einsatz von Medienpädagog*innen, Materialien in leichter Sprache oder der Einsatz von Gebärdensprachdolmetscher*innen. Der maximale Zuschuss beträgt 20.000 Euro; Eigenmittel sind nicht nötig. Noch bis 31. Dezember 2024 können Förderanträge gestellt werden. Alle Infos und den Link zum Antragsformular finden Sie hier.

 

 

Förderfonds Kulturelle Bildung im Alter

© Guntram Walter

Das Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter und inklusive Kultur (kubia) fördert Kulturprojekte aller Sparten, die älteren Menschen kreative Aktivitäten und kulturelle Teilhabe ermöglichen. Bevorzugt gefördert werden Projekte, welche die Inklusion von älteren Menschen mit Behinderung fördern, zum intergenerationellen Dialog anregen oder ältere Migrant*innen ansprechen. Auch die gute Erreichbarkeit bzw. Nähe zum Wohnort gehört neben einer originellen künstlerischen Herangehensweise zu den Auswahlkriterien. Die Entscheidung über eine Förderung aus dem Fonds Kulturelle Bildung im Alter trifft eine Fachjury. Bewerben können sich Kulturschaffende mit Arbeitsschwerpunkt in Nordrhein-Westfalen, kommunale und freie Kulturinstitutionen sowie Einrichtungen der sozialen Altenarbeit, die in Zusammenarbeit mit Künstler*innen oder Kultureinrichtungen ein künstlerisches Projekt mit älteren Menschen in Nordrhein-Westfalen umsetzen wollen. Die Bewerbungsfrist für Projekte im darauffolgenden Kalenderjahr endet stets am 30. September. Weitere Information und das Bewerbungsformular finden Sie hier.

Förderschwerpunkt 2025: Geschlechterrollen in Bewegung

 

 

Inklusionsscheck NRW

Mit dem Inklusionsscheck NRW fördert das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Projekte zur Verbesserung der Barrierefreiheit und Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Vereine, Initiativen und Organisationen können Gelder beispielsweise für die Anschaffung mobiler Rampen, den Einsatz von Gebärdendolmetschern oder die Erstellung von Infomaterial in Leichter Sprache beantragen. Zur Verfügung stehen bis Jahresende 300 Schecks à 2.000 Euro. Die Antragsfrist für Projekte, die im laufenden Kalenderjahr abgeschlossen werden, ist abgelaufen. Neue Anträge können seit dem 1. April 2024 gestellt werden.

 

 

Der Diversitätsfonds NRW

Mit dem 2021 eingerichteten Diversitätsfonds möchte die Landesregierung eine größere Perspektivenvielfalt in der nordrhein-westfälischen Kunst- und Kulturszene ermöglichen. Der Fonds tritt an die Stelle des Programms Künste im interkulturellen Dialog und fügt diesem weitere Dimensionen der Diversität hinzu. Gefördert werden können bspw. Projekte von Kulturschaffenden, aber auch Kooperationen zwischen Kultureinrichtungen und unterrepräsentierten Künstler*innen. Insgesamt stehen für den Diversitätsfonds bis zu 1.000.000 € an Fördermitteln zur Verfügung (vorbehaltlich der Bereitstellung entsprechender Mittel durch den Haushaltsgesetzgeber). Die Antragsfrist für Bewerbungen für das Förderjahr 2024 war der 7. Januar 2024.

 

 

 

Publikum.Personal.Programm – Kultur divers und inklusiv (vormals "Neue Normalität")

Förderberechtigt für dieses Programm sind kommunal oder gemeinnützig getragene Kultureinrichtungen, die ihre Diversitätssensibilität stärken und erweitern möchten. Auch gemeinsame Anträge von zwei oder mehr Einrichtungen ist möglich. Künstlerische Projekte stehen in diesem Förderprogramm im Hintergrund; der Fokus liegt auf strukturellen Prozessen, bspw. in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit oder Personal. Vorbehaltlich der Bereitstellung entsprechender Mittel durch den Haushaltsgesetzgeber stehen insgesamt bis zu 1.000.000 EUR für das Förderprogramm zur Verfügung. Das Programm ist zunächst für den Zeitraum Herbst 2024 bis Herbst 2026 angelegt. Bewerbungen sind ab sofort möglich. Antragsfrist ist der 27. Mai 2024. Weitere Informationen und Unterlagen finden Sie hier.

 

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Gerne weisen wir auch auf die vom Kulturrat NRW zusammengestellte Übersicht an Fördermöglichkeiten und (Bildungs-)Angeboten im Bereich Diversität hin.