Die Landestheater NRW

Theatererlebnisse für ganz NRW

v.l.n.r.: Heike Czarnetzki-Buschheuer (Verwaltungsleiterin Burghofbühne Dinslaken), Tanja Krischer (Verwaltungsdirektorin Rheinisches Landestheater Neuss), Mirko Schombert (Intendant Burghofbühne Dinslaken), Günter Wohlfarth (Geschäftsführender Direktor Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel), Georg Heckel (Intendant Landestheater Detmold), Caroline Stolz (Intendantin Rheinisches Landestheater Neuss), Ralf Ebeling (Intendant Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel). Fotograf: Marc Lontzek

Die vier Landestheater NRW – die Burghofbühne Dinslaken, das Landestheater Detmold, das Rheinische Landestheater Neuss und das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel – erfüllen eine Doppelfunktion: Zum einen bespielen sie in ihrer Stadt das eigene Haus. Zum anderen ist es ihr kulturpolitischer Auftrag, qualitätsvolles und mobiles Theater zu vertretbaren Preisen in die nordrhein-westfälischen Städte und Gemeinden ohne eigenes Theaterensemble zu bringen, um so ein dezentrales Kulturangebot auch außerhalb der Ballungsgebiete gewährleisten zu können.

 

Dazu spielen die vier Landesbühnen mit ihren eigenen Ensembles über 1.300 Vorstellungen im Jahr, davon durchschnittlich mehr als 50 Prozent als Gastspiele in fast 200 Kommunen Nordrhein-Westfalens und darüber hinaus. In der Spielzeit 2021/22 produzieren die vier Landestheater über 100 Inszenierungen. Mehr als ein Drittel aller Produktionen richtet sich an Kinder und Jugendliche.

 

Landesbühnen spezialisiert flexibel zu reagieren

 

Unter Berücksichtigung der Anforderungen der jeweiligen Gastspielorte stehen die Landesbühnen in der Verantwortung gegenüber Werken aller Genres der Vergangenheit und Gegenwart, bis hin zu Ur- und Erstaufführungen. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt im Kinder- und Jugendtheater. Die Landesbühnen bieten eine Fülle von theaterpädagogischen Angeboten und leisten somit bildungspolitische Basisarbeit fernab der Zentren. Das Ensembletheater gewährleistet zudem ausgewogene Besetzungsstrukturen nicht nur in Hauptrollen. Die Landesbühnen sind darauf spezialisiert, ihre Inszenierungen flexibel, rasch und unter Wahrung künstlerischer Prinzipien an die unterschiedlichsten Bühnenverhältnisse anzupassen. Logistik und Equipment sind auf die Erfordernisse der Gastspieltätigkeit abgestimmt.

 

Auf dem Podium: Klaus Kaiser, Parl. Staatssekretär im NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft, Marc Grandmontagne, Deutscher Bühnenverein, Victoria Waldhausen. Landestheater-Büro, Dorothee Starke, INTHEGA, Thorsten Weckherlin, Landesbühnengruppe Fotograf: Marc Lontzek

Um der kulturpolitischen Aufgabe gerecht zu werden und alle Gastspielorte erreichen zu können, arbeiten die Landestheater NRW eng mit branchenspezifischen Interessensverbänden, dem nordrhein-westfälischem Ministerium für Kultur und Wissenschaft sowie kulturpolitischen Institutionen zusammen. Dazu sind die Landesbühnen im Deutschen Bühnenverein als Landesbühnengruppe vertreten und den Staats-, Stadt- und Privattheatern formell gleichgestellt. Ferner stehen die Landesbühnen im ständigen Dialog mit dem Vorstand der INTHEGA (Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e. V.) und dem Kultursekretariat NRW Gütersloh.