Die Landestheater NRW

Landestheater erfüllen eine Doppelfunktion: Zum einen bespielen sie in ihrer Stadt die eigene Bühne am Standort. Zum anderen gastieren sie in Städten und Gemeinden, die über kein eigenes Theaterensemble verfügen. So gewährleisten die Landesbühnen mit künstlerisch anspruchsvollen Inszenierungen ein dezentrales Kulturangebot zu vertretbaren Preisen auch außerhalb der Ballungsgebiete.

Unter Berücksichtigung der Anforderungen der jeweiligen Gastspielorte stehen die Landesbühnen in der Verantwortung gegenüber Werken aller Genres der Vergangenheit und Gegenwart, bis hin zu Ur- und Erstaufführungen. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt im Kinder- und Jugendtheater. Die Landesbühnen bieten eine Fülle von theaterpädagogischen Angeboten und leisten somit bildungspolitische Basisarbeit fernab der Zentren. Das Ensembletheater gewährleistet zudem ausgewogene Besetzungsstrukturen nicht nur in Hauptrollen. Die Landesbühnen sind darauf spezialisiert, ihre Inszenierungen flexibel, rasch und unter Wahrung künstlerischer Prinzipien an die unterschiedlichsten Bühnenverhältnisse anzupassen. Logistik und Equipment sind auf die Erfordernisse der Gastspieltätigkeit abgestimmt.

Die Landesbühnen sind im Deutschen Bühnenverein als Landesbühnengruppe vertreten und den Staats-, Stadt- und Privattheatern formell gleichgestellt. Ferner stehen die Landesbühnen im ständigen Dialog mit dem Vorstand der INTHEGA (Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e. V.).

Die vier Landestheater in NRW mit ihren eigenen Ensembles spielen über 1300 Vorstellungen im Jahr, davon durchschnittlich mehr als 50 Prozent als Gastspiele in fast 200 Gemeinden und Städten Nordrhein-Westfalens und darüber hinaus. Etwa ein Drittel aller Inszenierungen richtet sich an Kinder und Jugendliche.