Lukas, Julius, Sanchez und Gino wachsen auf zwischen Gewalt und Langeweile, zwischen Hochhäusern und Parks, zwischen Drogen und Hundehaufen. Die Schule nervt, keiner hat Geld – aber wenigstens ist Sommer. Also »nicht mehr nur Beton, sondern Sonne und Beton«, wie Lukas’ Bruder feststellt. Der Alltag bringt schon genug Probleme mit sich, aber als die Schule mit neuen Computern ausgestattet werden soll, heckt die Clique einen Plan aus – ohne sich vorher Gedanken über die Folgen zu machen.
Felix Lobrecht sagte über seinen autobiografischen Debütroman, dessen Verfilmung Anfang 2023 mit großem Erfolg in den deutschen Kinos lief: »Es ist nicht meine Geschichte im Sinne von: Das ist meine Lebensgeschichte. Ich habe immer offengelassen, was wahr ist und was nicht.« Und doch ist es auch die Geschichte von einem Großteil der Jugendlichen, die in runtergerockten und unterfinanzierten Schulen versauern, in Plattenbauten abhängen und einfach nur hoffen, dass die Eltern gegen Monatsende nicht ganz so tiefe Sorgenfalten haben.
Materialmappe für Pädagog:innen
»[…] Lange hat die Sprache Gerhart Hauptmanns ihren guten Dienst erwiesen für Berliner Sozialdramen. Für ein junges Publikum wirkte sie aber längst so überholt wie die erzählten Geschichten. Hingegen trifft „Sonne und Beton“ mehr als nur ein Zeitgefühl. Das Bühnengeschehen geht unter die Haut, hinterlässt emotionale, lang wirkende Spuren.«
-NGZ, 9.3.25