Milchzähne

nach Helene Bukowski


Verfügbar ab: 13.02.2021
Gastspielhonorar: 4.900 Euro (zzgl. Nebenkosten)
Plötzlich steht am Rande des Kiefernwaldes ein Mädchen mit roten Haaren. Fremd wie Fremdsein nur sein kann. In permanent drückender Hitze völlig bewegungslos. Steht da und gehört niemandem. Sie steht vor einer Welt der Ablehnung, Menschen, die sich unter radikal veränderten Lebensbedingungen auf einer Insel abgeschottet haben. Ein Miteinander, das von Isolationsbestrebungen und der Behauptung von Unterdrückungs- und Machtstrukturen geprägt ist. Alles Fremde bedeutet Gefahr.
Aber es gibt auch die Menschlichkeit, die überlebt hat. Das tiefe Bedürfnis, im anderen Verheißungen, Leben und Hoffnung zu sehen. Skalde und Edith nehmen das Mädchen auf und erkennen: Auch wenn sich die Lebensbedingungen nach der Klimakatastrophe vollständig verändert haben, im menschlichen Miteinander liegt die Basis der Zukunft.

Für die meisten Menschen ist der Klimawandel nach wie vor eine abstrakte und schleichende Bedrohung. Wir wissen zwar, dass sie unsere Lebensrealitäten drastisch verändern wird, trotzdem ist kaum jemand bereit, die zur Abwendung notwendigen Schritte zu tun. Seit Herbst 2018 wächst eine Bewegung, in der junge Menschen um ihre Zukunft kämpfen und die Gesellschaft und die Politiker auffordern, endlich zu handeln.

Helene Bukowski, Jahrgang 1993, hat mit ihrem fulminanten Romandebüt über die Folgen des Klimawandels für unser soziales Miteinander der Fridays for Future-Generation eine literarische Stimme gegeben. Ein Werk von verstörender Schönheit und Zärtlichkeit, das die deutschen Feuilletons tief beeindruckt: „Wie ein Wachtrauma aus der verbotenen Zone. Wer sich hinein begibt, verliert sich darin. Und wird mit einem Finale belohnt, das zu Tränen rührt.“ (Thomas Klupp)

Das Stück zum drängendsten Thema unserer Zeit.
Aufführungstermine
  • 13.02.2021 20.00 h  – WLT-Studio Castrop-Rauxel, Castrop-Rauxel