Kriegerin

von Tina Müller, nach einem Film von David Wnendt


Verfügbar ab sofort
ab 15 Jahren bzw. ab 10. Klasse
Gastspielhonorar: 2.400 Euro / Abendtheater: 3.400 Euro (zzgl. Nebenkosten)
»Demokratie ist das Beste, was wir je auf deutschem Boden hatten. Wir sind alle gleich. In einer Demokratie darf jeder mitbestimmen.« Doch dass mit »jeder« auch Ausländer gemeint sind, passt der jungen Marisa so gar nicht. Ihr Hass richtet sich direkt gegen Ausländer, Politik und Polizei. Die sind schuld, dass Deutschland den Bach runtergeht. Wer nicht in ihr Weltbild passt, kriegt aufs Maul.
Das bekommen auch die beiden jungen Flüchtlinge Rasul und Jamil zu spüren, die Marisa und ihren rechtsradikalen Freunden zufällig in die Hände fallen. Marisa räumt die beiden kurzerhand mit ihrem Auto von der Straße. Als Rasul danach bei Marisa auftaucht, weil er nun in Deutschland auf sich alleine gestellt ist, kommen der jungen Neonazi Zweifel an ihrer Ideologie.
Gleichzeitig drängt sich die 15-jährige Svenja in die Clique. Sie will frei sein und der Kontrolle ihres Stiefvaters entfliehen. Doch während Svenja immer tiefer in die rechtsradikale Szene reinrutscht, fühlt sich Marisa unfreiwillig für Rasul verantwortlich. Sie ist bereit, etwas zu ändern, doch der Preis dafür ist höher, als sie ahnt.

David Wnendts Film »Kriegerin« (2011) wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Förderpreis Deutscher Film 2011, dem Bayerischen Filmpreis 2011 und dem Deutschen Filmpreis 2012.
Tina Müllers Bearbeitung bleibt eng an der Vorlage, öffnet aber behutsam den Blick auf die Erfahrungennder Flüchtlinge ebenso wie auf die Menschen außerhalb der rechten Szene und fragt so nach der Verantwortung jedes Einzelnen.

Besetzung:
Marisa - Edda Lina Janz
Rasul - Felix Zimmermann
Svenja / Bea - Sabrina Sauer
Sandro / Oliver / Franz - Julius Schleheck
Markus / Jamil / Clemens - Adrian Kraege

Inszenierung - Katrin Herchenröther
Ausstattung - Jeremias Vondrlik
Musik - Stefan Leibold
Dramaturgie - Sabrina Klose
Theaterpädagogik - Melanie Kraft
Regieassistenz - Jolanda Uhlig
Abendspielleitung - Anne Noack

Pressestimmen
“Die WLT-Regisseurin fokussiert vielmehr auf die Situation der beiden Flüchtlinge, fügt die Realsatire einer Willkommensklasse ein und baut im zweiten Teil die allmähliche Annäherung zwischen Marisa und Rasul, den sie in einem rostigen Container […] hausen lässt, zur Haupthandlung aus.”
Herner Sonntagsnachrichten, Pitt Herrmann

“Die Inszenierung von...Alle Pressestimmen anzeigen
Aufführungstermine
  • 06.12.2019 12.00 h  – WLT-Studio Castrop-Rauxel
  • 27.02.2020 10.00 h  – WLT-Studio Castrop-Rauxel
  • 03.03.2020 13.30 h  – Stadthalle Castrop-Rauxel, Castrop-Rauxel
  • 04.03.2020 09.15 h  – Stadthalle Castrop-Rauxel, Castrop-Rauxel
  • 04.03.2020 13.30 h  – Stadthalle Castrop-Rauxel, Castrop-Rauxel
  • 29.05.2020 10.00 h  – Stadeum - Kultur und Tagungszentrum, Stade