Kleiner Mann - was nun?

Schauspiel nach dem Roman von Hans Fallada


Verfügbar ab: 06.11.2020
Gastspielhonorar: 5.200 Euro (zzgl. Nebenkosten)
Emma ist schwanger. Das war so nicht geplant und doch ist es passiert. Doch zum Glück will Johannes Pinneberg, der zukünftige Vater, sie heiraten. Zusammen werden Emma, genannt „Lämmchen“ und der „Junge“ das Leben schon in den Griff bekommen. Nur nicht arbeitslos werden! Doch das ist in Deutschland zur Zeit der Weltwirtschaftskrise gar nicht so einfach. Und selbst mit Arbeit reicht das Geld hinten und vorne nicht. Irgendwie scheint sich die Welt aber auch gegen sie verschworen zu haben: Lämmchens Eltern sind gegen die Ehe, Pinneberg verliert schließlich doch seine Anstellung, weil er als verheirateter Mann nicht mehr als Gatte für die Tochter des Chefs in Frage kommt. Rettung kommt aus Berlin in Form eines Telegramms: Pinnebergs Mutter schreibt von einer Stellung, die sie für ihn organisiert hat. Diese Arbeit bringt aber weniger Geld als die Anstellung zuvor. In der Wohnung der Mutter lässt es sich auch nicht mehr aushalten… Lämmchen und Pinneberg versuchen mit aller Kraft und Fleiß ihr Leben zu meistern, doch die Abwärtsspirale dreht sich unaufhaltsam weiter. Da steht Pinneberg eines Nachts auf der Straße, heruntergekommen, ausgestoßen und verlacht, und Lämmchen versucht ihren „Jungen“ zu trösten: „Du hast doch mich. Wir sind ja beisammen.“

Hans Fallada untersucht in seinem Roman einfühlsam, welche Auswirkungen Arbeitslosigkeit, finanzielle Sorgen und fehlende Unterstützung auf den „kleinen Mann“ haben. Wie soll man leben, wenn Fleiß und Arbeitswille kein Auskommen sichern? Woher kommt Hoffnung für eine Familie, die es nicht schafft, einen Fuß in die (gesellschaftliche) Tür zu bekommen? Welche Auswirkungen haben das Unglück des Einzelnen auf die Gesellschaft in einer Zeit politischer Orientierungslosigkeit? Die Parallelen zur heutigen Zeit sind deutlich sichtbar und spürbar.
Aufführungstermine
  • 06.11.2020 20.00 h  – Kathrin-Türks-Halle