Homo Empathicus

Schauspiel von Rebekka Kricheldorf


Verfügbar ab 12.03.2022
Gastspielhonorar: 6.000 Euro (zzgl. Nebenkosten)
Neid, Missgunst, Hass ... Diese Zeiten sind zum Glück überwunden, die Utopie der perfekten Gesellschaft wurde realisiert! Unter anderem durch eine gnadenlose Bereinigung der Sprache. Es wird nicht mehr zwischen verschiedenen Geschlechtern differenziert! Nur positive Formulierungen sind zugelassen! Konfliktfreie Kommunikation! Schmerzen jeder Art sind ausgemerzt! Also zumindest oberflächlich. Denn dummerweise besteht der Preis für ein Leben in dieser schönen neuen Welt der Harmonie in der Abschwächung positiver Gefühle: Bevor Liebe in Hass umschlagen kann, sind lediglich freundschaftliche Gefühle erlaubt und sexuelle Begierden werden durch eine zärtliche, aber asexuelle Körperlichkeit ersetzt. Selbst der Tod wird in dieser uniformen Gesellschaft der Eindeutigkeit und Positivität beschönigt. Und so sieht sich auch der »homo empathicus« mit dem Gefühl konfrontiert, dass da irgendetwas zutiefst Menschliches verloren gegangen ist.

Eine Welt, in der einfach alles gut ist: In ihrem 2015 zu den renommierten Mülheimer Theatertagen eingeladenen, grotesk-komischen Theatertext präsentiert REBEKKA KRICHELDORF eine Gesellschaft, in der ein liebevolles Miteinander über allem steht. Utopie oder Glücksdiktatur?
Besetzung
  • Autor Rebekka Kricheldorf
Aufführungstermine
  • 12.03.2022 20.00 h  – Rheinisches Landestheater - Schauspielhaus