Die Prinzessin auf der Erbse

Musikmärchen in einem Aufzug von Ernst Toch Libretto von Benno Elkan nach Hans Christian Andersen


Verfügbar ab 22.03.2020
ab 6 Jahren
Große Kinderoper
Gastspielhonorar: auf Anfrage
König und Königin sind schon alt und der Prinz ist immer noch ohne Braut. Da taucht in einer Gewitternacht ein Mädchen in regennassen und verschmutzten Kleidern auf und behauptet, eine Prinzessin zu sein. Der Prinz verliebt sich sofort – doch wenn die Fremde nun gar keine Prinzessin ist? Man muss sie auf die Probe stellen und wie ginge dies besser, als eine Erbse zwischen die Matratzen ihres Bettes zu legen! Eine echte Prinzessin würde das natürlich spüren … Und tatsächlich: Die Prinzessin kann nicht einschlafen und wird darüber so wütend, dass sie den ganzen Hofstaat zusammenbrüllt. Glücklich über die bewiesene Herkunft wird sie von der Königin aufgenommen und die Oper endet mit einer Hymne: »Es lebe die Prinzessin, ihr Hintern sei gepriesen!«
Mit der »Prinzessin auf der Erbse mokiert sich Andersen über die Überempfindlichkeit als Zeichen der Entfremdung der Herrschenden von ihren Untergebenen. Tochs Komposition ist musica teatralis im besten Wortsinne: Elkans pointenreiches Libretto wird mit viel musikalischem Witz umgesetzt. Darüber hinaus finden sich in der vielschichtigen Partitur Anspielungen auf große Operngesten und auf zentrale Werke der Opernliteratur. Dabei bleibt »Die Prinzessin auf der Erbse« ein kurzweiliges, farbenreiches Stück, das Teil eines dynamischen Gegenentwurfs zur großbürgerlich- elitären Operntradition ist.
Mit ihrem scharfsinnigen Humor zählt Ernst Tochs »Die Prinzessin auf der Erbse« nicht nur zu den interessantesten Märchenopern des 20. Jahrhunderts, sondern ist bis heute ein anspruchsvolles Vergnügen für Jung und Alt.
Aufführungstermine folgen.