Der Sandmann

Schauspiel nach der Erzählung von E.T.A. Hoffmann


Verfügbar ab: 06.03.2020
Im NRW-Zentralabitur Deutsch 2019, 2020, 2021 (Erzähltexte)
Gastspielhonorar: 5.000 Euro (zzgl. Nebenkosten)
„Dunkle Ahnungen eines grässlichen mir drohenden Geschicks breiten sich wie schwarze Wolkenschatten über mich aus.“ Der Student Nathanael wird heimgesucht von schwarzen Erinnerungen aus seiner Kindheit. Regelmäßig besuchte der Advokat Coppelius den Vater in den Abendstunden und jedes Mal rief die Mutter ängstlich „Der Sandmann, der Sandmann kommt“, und schickte die Kinder hastig ins Bett. Es hieß, der Sandmann stehle die Augen der Kinder, die nicht ins Bett gehen wollen. Nach dem letzten Besuch des Sandmannes findet Nathanael seinen Vater tot. Jahre später bringt jetzt das plötzliche Auftreten des Wetterglashändlers Coppola Nathanaels Ängste und Alpträume zurück. Er glaubt in Coppola den Sandmann wiederzuerkennen. Sein Lebensmut und sein klarer Verstand schwinden. Auch seine Liebe zu Clara, seiner Verlobten kommt ihm abhanden. Dafür entflammt seine Anbetung zu Olimpia, die er mit seinem neu erworbenen Fernglas im Fenster gegenüber seine Wohnung betrachtet – eigenartig steif ist ihr Körper und geradezu tot ihr Blick, doch in ihren Augen spiegelt sich seine unbändige Liebe wider. „Er strahlte Olimpia ins Auge, das strahlte ihm voll Liebe und Sehnsucht entgegen und in dem Augenblick war es auch, als fingen an in der kalten Hand Pulse zu schlagen.“

E.T.A. Hoffmanns weltberühmtes Schauermärchen thematisiert schon im 18. Jahrhundert das Verhältnis von Mensch und Maschine sowie die Suche nach dem Unbewussten, der Psyche im Menschen. Was macht uns menschlich? Was ist Wahnvorstellung und was ist Realität? Ist Liebe nur eine Projektion der eigenen Bedürfnisse und des eigenen Ichs auf ein Gegenüber? „Der Sandmann“, in der Tradition der schwarzen Romantik geschrieben und Vorreiter für Science-Fiction- und Fantasie-Geschichten ist derzeit wieder Pflichtlektüre für das Abitur.
Besetzung
  • Regie Mirko Schombert
Aufführungstermine
  • 06.03.2020 20.00 h  – Trabrennbahn Dinslaken