Was passiert, wenn der Teufel höchstpersönlich in Moskau auftaucht? In »Der Meister und Margarita« wird das Moskau der 1930er Jahre, geprägt von Überwachung, Zensur und ideologischer Enge, zum Schauplatz einer mysteriösen Geschichte. Ein geheimnisvoller Fremder bringt die (scheinbar) stabile Ordnung ins Wanken: Plötzlich werden Macht und Moral infrage gestellt, Autoritäten der Lächerlichkeit preisgegeben und die Mechanismen eines Systems sichtbar, das auf Angst und Anpassung basiert. Bulgakows Roman ist dabei weit mehr als fantastische Literatur, sondern eine scharfzüngige Auseinandersetzung mit politischer Repression und dem Verschwinden künstlerischer Freiheit. Im Zentrum steht der Meister, ein Schriftsteller, der an den Zwängen seiner Zeit zerbricht und Margarita, die sich gegen alle Regeln stellt, um ihn zu retten. Ihre Liebesgeschichte erzählt von Mut, Widerstand und der Kraft der Imagination in einer Welt, die beides zu ersticken versucht. Wo beginnen politische Systeme, das Denken zu kontrollieren und wie entstehen Räume des (künstlerischen) Widerstands?
Der Meister und Margarita
Nach dem Roman von Michail Bulgakow
Spielzeit
2027/2028
Verfügbar ab
20.05.2028
Gastspielhonorar
€ 6.800
(zzgl. Nebenkosten)
Theater
Rheinisches Landestheater