Alfi hat ein Problem: Sein Bagger ist hässlich. Die Schaufel ist abgebrochen, seine Mutter hat sie nur notdürftig angeklebt und im Kindergarten wird er damit zum Gespött. Also schmiedet der fünfjährige Taktiker einen Plan: Der Bagger muss verschwinden. Ganz offiziell. Mit Vermisstenanzeige bei der Polizei. Wenn der Verlust amtlich bestätigt ist, bleibt seiner Mutter doch gar nichts anderes übrig, als einen neuen – am besten ferngesteuerten – zu kaufen. Doch Alfis genialer Plan gerät außer Kontrolle: Eine übermotivierte Polizistin nimmt den Fall sehr ernst und eine absurde Suchaktion beginnt. Plötzlich sind Fundbüro, Fernsehen, Oma und beinahe die ganze Welt in die Jagd nach dem verschwundenen Spielzeug verwickelt. Was als kindlicher Trick beginnt, entfaltet sich zu einer wilden Kettenreaktion: Während Alfi nur einen neuen Bagger will, bringen die Erwachsenen um ihn herum ihre ganz eigenen Verluste, Sehnsüchte und unerfüllten Träume ans Licht. Mit scharfem Witz und viel Fantasie erzählt Leo Meier eine überdrehte Komödie über kleine Lügen und darüber, was Menschen alles verlieren können, während sie nach etwas anderem suchen.
Leo Meier (geboren 1995 in Berlin) wuchs in Duisburg auf und studierte zunächst Theaterwissenschaft und Philosophie in Bochum, bevor er Schauspiel an der Folkwang Universität der Künste studierte. Für seine Abschlussarbeit »Tote gehen nicht ins Kino« erhielt er den Folkwang-Preis. Sein Stück »zwei herren von real madrid« wurde 2022 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen und mehrfach ausgezeichnet.