Förderung Corona

Corona Förderung

Die Bundes- und auch die Landesregierungen haben angesichts der Corona-Pandemie zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen für diverse wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Bereiche ins Leben gerufen. Der Bund hat neben dem Rettungs- und Zukunftspakets Neustart Kultur sowie den Überbrückungshilfen III, die bisher für den kulturellen Bereich zur Verfügung standen, nun auch den Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen initiiert. Dieser ist in zwei Säulen aufgeteilt: eine Wirtschaftlichkeitshilfe und eine Ausfallabsicherung. Wichtig zu beachten ist, dass Veranstalter*innen in öffentlicher Trägerschaft ebenfalls antragsberechtigt sind - allerdings nur für die Wirtschaftlichkeitshilfe

 

Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen

Förderfähig sind in Deutschland stattfindende Kulturveranstaltungen wie zum Beispiel Theater, Tanz, Oper, Musicals, Konzerte oder Kleinkunst. Sowohl für die Wirtschaftlichkeitshilfe als auch für die Ausfallabsicherung müssen die Veranstaltungen vorab registriert werden. Seit dem 1. Juli 2021 greift die Wirtschaftlichkeitshilfe: Es werden Veranstaltungen mit bis zu 500 möglichen Teilnehmenden (bzw. ab 1. August mit bis zu 2.000 Teilnehmenden), die pandemiebedingt nur mit reduzierter Teilnehmerzahl stattfinden können, unterstützt. Für größere Kulturveranstaltungen (mit mehr als möglichen 2.000 Teilnehmenden) gibt es die Ausfallabsicherung, die ab dem 1. September 2021 für Planungssicherheit sorgen soll. Hier können bis zu 80 Prozent der Kosten Corona-bedingter Absagen, Teilabsagen oder Verschiebungen übernommen werden. 

 

Theater in Bewegung – NeuStart Kultur

Das Förderprogramm Theater in Bewegung wird betreut von der INTHEGA e.V.

Für den Gastspielmarkt ist insbesondere das Programm Theater in Bewegung von Interesse, für das die INTHEGA als Projektträgerin fungiert. Die bereitgestellten 20 Millionen Euro sollten im Sommer 2020 durch die Bezuschussung von Gastspielhäusern eine baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebs von Tourneetheatern ermöglichen. Aufgrund des erneuten Lockdown ab November vergangenen Jahres können beantragte Mittel nun auch zur Zahlung von Ausfallhonoraren eingesetzt werden. Die ursprünglichen Mittel werden derzeit zugeteilt und nach und nach ausgezahlt.

 

Junges Publikum – NeuStart Kultur

Das NeuStart Kultur Förderprogramm Junges Publikum wird von ASSITEJ e.V. betreut.

Neben Theater in Bewegung steht ein weiteres Programm mit Berücksichtigung der Gastspielbranche zur Verfügung. Die ASSITEJ (Association Internationale du Théâtre pour l’Enfance et la Jeunesse) ist beauftragt, das Programm Neustart Kultur – Junges Publikum umzusetzen, das zum Ziel hat, all diejenigen zu unterstützen, die Theater für junges Publikum machen. Das können Einzelkünstler*innen sein, freie Theater oder auch Spielstätten. Zu beachten ist allerdings, dass sich diese Programmlinie an Akteur*innen in vorrangig nicht-öffentlicher Trägerschaft richtet. Anträge auf eine Fördersumme zwischen 5.000 und 200.000 Euro können seit dem 01. Mai 2021 eingereicht werden. (Achtung: Teile der Fördergelder werden im Windhundverfahren vergeben!)

 

Förderung von raumlufttechnischen Anlagen (Corona-gerechte Um- und Aufrüstung)

Im Bereich der Infrastruktur öffentlicher Gebäude unterstützt die Bundesförderung Corona-gerechte Um- und Aufrüstung von raumlufttechnischen Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten. Es handelt sich hierbei um eine im Herbst 2020 in Kraft getretene Förderrichtlinie, die mit insgesamt 500 Millionen Euro die Aufrüstung bereits vorhandener Lüftungsanlagen fördert. Die Gelder stehen bis 2024 zur Verfügung. Das Antragsverfahren läuft über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

 

Auch die nordrhein-westfälische Landesregierung hat für eine Vielzahl von durch die Corona-Pandemie getroffene Bereiche Unterstützungsmaßnahmen installiert:

 

NRW-​Stärkungspaket „Kunst und Kultur" 

Das Land NRW hat angesichts der Auswirkungen der Corona-Krise insgesamt 185 Millionen Euro für das Kulturstärkungspaket bereitgestellt. Der Kulturetat für 2020 betrug damit rund 460 Millionen Euro. So soll die lebendige und vielfältige Kulturlandschaft Nordrhein-Westfalens gesichert und kreative Potenziale freigesetzt werden. Die Mittel können auch bis Ende 2021 weiter für Hilfsprogramme eingesetzt werden. 

 

„Extra-​Geld“ für Bildung

Mit der Maßnahme „Extra-​Geld“ erhalten die kommunalen Schulträger Budgets als fachbezogene Pauschalen mit dem Ziel, die Schulen vor Ort konkret darin zu unterstützen, pandemiebedingte Defizite auszugleichen. Mit diesen Geldern können Schulen auch Ausflüge ins Theater oder zu Workshops bezahlen.  „Extra-Geld“ ist Teil des „Aufholen nach Corona“-Pakets, in der pandemiebedingte Defizite bei Kindern und Jugendlichen ausgeglichen werden sollen. Für den Baustein „Extra-Geld“ stehen insgesamt 180 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Weitere Informationen und Hinweise rund um Theater & Corona finden Sie auf unserer Corona-Hilfe-Seite.

(Wir aktualisieren die Übersicht fortlaufend. Dennoch erhebt diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)