
19. Juli 2026
Seit seiner Neubelebung im Jahr 2008 verleiht die Burghofbühne Dinslaken gemeinsam mit der Niederrheinischen Sparkasse RheinLippe, der Stadt Dinslaken und dem Förderverein der Burghofbühne alle zwei Jahre den Kathrin-Türks-Preis für Autor*innen des Jugendtheaters. Der Kathrin-Türks-Preis ist nach der Gründungsintendantin der Burghofbühne benannt und unterstreicht die starke Gewichtung des Kinder- und Jugendtheaters in Dinslaken.
In diesem Jahr geht der Preis an Rebecca C. Schnyder für ihr Stück „Flaschenkinder“. Der Preis ist mit 5.000 Euro – gestiftet von der Niederrheinischen Sparkasse RheinLippe – dotiert und beinhaltet darüber hinaus die Uraufführung am 22. Januar 2027 an der Burghofbühne.
Am Altglascontainer beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft
Kim und Noe sind neun Jahre alt, als sie sich dort zum ersten Mal begegnen – beide mit schweren Tüten voller Flaschen und einer noch schwereren Last: Sie leben mit alkoholkranken Eltern. Zwischen leeren Bier-, Wein- und Schnapsflaschen finden sie einen Ort, an dem sie ehrlich sein können. Sie teilen ihre Ängste, ihre Wut und ihre Träume und werden zu Verbündeten in einer Welt, die sie viel zu früh erwachsen werden lässt.
Gemeinsam suchen sie nach Wegen, mit dem Chaos zu Hause umzugehen. Sie erfinden Strategien gegen die Sorgen und hoffen, den „Dämon“ ihrer Eltern irgendwie vertreiben zu können. Doch das Leben lässt sich nicht so einfach austricksen. Kim und Noe wachsen heran, verändern sich, verlieren sich aus den Augen und finden doch immer wieder zueinander. Der Altglascontainer bleibt ihr Treffpunkt – ein sicherer Ort, an dem ihre Freundschaft bestehen kann.
Aus der Jurybegründung zum Kathrin-Türks-Preis:
Rebecca C. Schnyders Jugendstück „ [...] begleitet Kim und Noe auf ihrem Weg vom Kindsein ins Teenageralter und zeigt eindringlich, was es bedeutet, mit suchtkranken Eltern aufzuwachsen. Sensibel und zugleich kraftvoll erzählt es von Verantwortung, Loyalität und der Sehnsucht nach Normalität – vor allem aber von einer Freundschaft, die Halt gibt, wenn alles andere ins Wanken gerät.“