Bunbury oder die Kunst ernst zu sein


Verfügbar ab: 31.10.2018
7 Schauspieler*innen
Gastspielhonorar: 5.900 Euro (zzgl. Nebenkosten)
Komödie von Oscar Wilde
Die beiden Dandys Algernon und Jack haben den Bogen raus. Um familiären Verpflichtungen zu entgehen und sich ungestört ihren Vergnügungen hinzugeben, haben beiden einen imaginären Freund erfunden: Algernon einen kranken Freund names Bunbury auf dem Land und Jack einen Bruder namens Ernst, den er in der Stadt besucht. Im städtischen Nachtleben benutzt er dann für sich selbst den Namen Ernst – so ist das Doppelleben perfekt. Doch das Lügengebäude gerät ins Wanken, als Algernons Cousine Gwendolin sich in Jack und Jacks Ziehtochter Cecily sich in Algernon verliebt und beide Frauen den jeweiligen Verlobten für „Ernst“ halten. Die Widersprüche verstricken sich zunehmend und die Verwechslungskomödie nimmt ihren Lauf.

Oscar Wildes 1895 uraufgeführte Komödie beschäftigt sich mit der Frage, wer man ist und wer man sein sollte. Lüge und brillante rhetorische Improvisation sind die Mittel, mit denen ein komplexes Doppelleben gemeistert wird. Die Protagonisten haben erkannt, dass es gar nicht darum geht, die Ansprüche der Gesellschaft tatsächlich zu erfüllen, solange es einem nur gelingt, den Schein zu wahren. Wer man ist, interessiert sowieso niemanden, wahrscheinlich noch nicht mal einen selbst. Und so ist das Doppelleben gar nicht so sehr eine Flucht, als vielmehr ein Frontalangriff auf die Langeweile. Warum sollte man sich mit einer Identität zufrieden geben, wenn zwei doch viel interessanter sein können?
Besetzung
  • Regie Nadja Blank
Aufführungstermine
  • 31.10.2018 20.00 h  – Trabrennbahn Dinslaken